Auch ein „Flitzer“ kann Osterhofen nicht stoppen!

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Es kristallisiert sich immer mehr heraus. Die SpVgg Osterhofen-Altenmarkt kann nach dem 2:0 Sieg beim 1.FC Bad Kötzting wohl auch in der kommenden Saison für die Landesliga planen. Bei noch verbleibenden fünf Spielen beträgt der Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz, der von der ebenfalls siegreichen DJK Gebenbach belegt wird, komfortable acht Zähler. „Es war ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt! Um ihn perfekt zu machen, brauchen wir noch 2-3 Punkte.“ rechnet ein zufriedener Osterhofen Trainer Andreas Kölbl vor.

Personell änderte sich nach dem Nachholspiel am Mittwochabend in Hauzenberg (0:1) bei den Herzogstädter wenig. Bis auf die verletzten Kapitäne Markus Tippelt (26), Mehmet Filiz (28) und Stefan Mandl (27) waren alle Mann in Kötzting dabei. Kötztings Trainer Peter Gallmeier dagegen musste anhand einer ellenlangen Verletztenliste mit einer Notbesetzung antreten.

In einer flotten Partie standen die Gäste aus Niederbayern von Beginn an gut in den eigenen Reihen und ließen nicht viel zu. Die Kötztinger holten sich in der Anfangsphase einige Eckstöße heraus die aber von der aufmerksamen Deckung der Osterhofener entschärft oder von Torwart Philipp Zellner geklärt werden konnten. Ansonsten wogte das Spiel hin und her. Bad Kötzting hatte schnell die Spielkontrolle übernommen, während die Gäste auf Lücken im dichten Mittelfeld lauerten. Markus Huber (24) sorgte in der 13. Minute mit einem ruhenden Ball für Aufruhr im Stadion am roten Steg, als sein geschickt getretener Freistoß nur knapp den Winkel des Tores verfehlte. In der Folge spielte Osterhofen flott nach vorne. Die immer anspielbaren Angreifer Stefano Gigliola (27) und Stefan Lohberger (21) sicherten vorne die Bälle gut ab, so dass das Mittelfeld nachrücken konnte und zu einigen Torabschlüssen kam. In der 24. Minute ging es dann mal richtig schnell. Von der Mittellinie hob Markus Huber einen Freistoß über die Abwehr der Badstädter hinweg auf Stefan Lohberger, der völlig frei auf TW Riederer zulief, auf den blanken Gigliola passte, und der aus kurzer Distanz mit seinem achten Saisontreffer die zu diesem Zeitpunkt überraschende Führung für die Herzogstädter besorgte. Osterhofen überließ nun den Hausherren die Spielgestaltung und beschränkte sich weitgehend auf Konter. Kötzting hatte mehr vom Spiel jedoch arbeitete die Defensivabteilung Osterhofens weiterhin hochkonzentriert. Der FCK konnte sich nur wenige Möglichkeiten herausspielen. Gefährlicher waren die Gäste, die kurz vor dem Seitenwechsel durch Markus Huber sogar auf 0:2 stellen konnten. Hier verpasste der Techniker im Strafraum eine Lohberger-Hereingabe nur knapp. In ähnlicher Art und Weise begann auch der zweite Durchgang. Kötzting hatte die Kontrolle über das Spiel und Osterhofen stand weiter sicher und versuchte mit schnellem Umschalten die Angreifer in Szene zu setzen. Nach einem Lotter-Eckball in der 52. Minute verpasste die Kötztinger Tormaschine Ismail Morina (26, 23 Treffer) den Ball nur knapp. Letztendlich machten sich die Hausherren das Leben selber schwer, weil sie sich im Spielaufbau immer wieder Abspielfehler leisteten und sich dadurch den einen oder anderen gefährlichen Konter einfingen. Bei einer konsequenteren Verwertung dieser Möglichkeiten hätte Osterhofen längst höher führen können. So mussten die siegeswilligen Gäste bis zum Schluß zittern. Kurz vor dem Ende wäre die Fahrlässigkeit fast bestraft worden. Wieder traten die Hausherren eine gefährliche Ecke in den Strafraum. Am zweiten Pfosten stand Raphael Kufner mutterseelenallein und köpfte den Ball aus ca. 5 Metern Torentfernung, zum Glück der Niederbayern, nur Millimeter am Tor vorbei. In der Schlußphase verteidigt Osterhofen mit großem Engagement und ließen sich auch nicht durch einen nackten „Flitzer“ aus dem Konzept bringen. Die letzte Aktion des Spieles gehörte den Osterhofenern. Nach einer Balleroberung durch Spieltrainer Andreas Kölbl schickte dieser den eingewechselten Arber Bajselmani auf die Reise, der wiederum den ins Zentrum vorgerückten Sebastian Killinger perfekt anvisierte. Der Winterneuzugang aus Außernzell hatte keine Mühe und stellte den 0:2-Endstand her. „Die Luft ist einfach raus.“ kommentierte im Anschluss ein enttäuschter Kötztinger Trainer Peter Gallmeier den zwar beherzten jedoch wenig ansehnlichen Auftritt seiner Mannschaft. Andreas Kölbl konnte dagegen durchatmen: „Für uns war es ein extrem wichtiger Sieg, der aufgrund der Anzahl der Chancen absolut verdient ist. Wir hätten jedoch das 2:0 früher machen müssen, so haben wir bis zum Schluss zittern müssen.“