Cham verdient sich Auswärtssieg!

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Leider konnte die SpVgg Osterhofen-Altenmarkt gegen den ASV Cham das Kunststück aus der Vorrunde, als man mit 2:0 die Oberhand behielt, nicht wiederholen. Der Traditionsverein aus der Oberpfalz entführte durch ein frühes Tor von Johannes Bierlmeier die Punkte. Die Vorzeichen dafür standen bei den Niederbayern eigentlich ganz gut. Mit einem Punktgewinn aus dem Gastspiel in Waldkirchen konnte die Truppe um die beiden Trainer Andreas Kölbl und Martin Oslislo befreit aufspielen. Auch wenn mit Markus Huber, dem erneut muskuläre Probleme plagen, und Mehmet Filiz (Knieprobleme) verletzungsbedingt neben Stefan Mandl (Knied) und Markus Tippelt (Adduktoren) Ausfälle zu beklagen waren, stand eine schlagkräftige Truppe auf dem Feld. Bei den Gästen, vor allen bei Trainer Uwe Mißlinger schwirrte noch immer eine Situation aus dem Hinspiel im Kopf herum. Die schwere Verletzung seines Leistungsträger Christian Ederer, der nach einer harten Attacke mit einem Wirbelbruch bis heute nicht Fußball spielen kann, reizte den Chamer Trainer zum einen oder anderen verbalen Scharmützel den er nach dem Spiel entschuldigte: „Ich habe selten so provoziert wie heute.“ gab Uwe Mißlinger zu und rechtfertigte sich weiter: „Ich habe mir vorgenommen cool zu bleiben. Ich war definitiv der Aggressor, ich hab mich nicht vorbildlich verhalten und nicht im Griff gehabt!“ Eigentlich hätte sich das Gemüt des ASV-Trainers relativ bald beruhigen können, da seine Mannen ganz klar seine Vorgaben von Beginn an umsetzten. Als die Hausherren gedanklich noch in der Kabine waren schlug der Gast eiskalt zu. Ein Zuordnungsproblem in der Abwehr der Herzogstädter wusste Johannes Bierlmeier zu nutzen und hämmerte das Spielgerät in der 3. Minute nach Hereingabe von Daniel Engl unhaltbar für TW Philipp Zellner zur Führung unter die Latte. Sichtlich beeindruckt waren die Hausherren in der Folge um Spielkontrolle bemüht. Jedoch schmeckte Osterhofen die aggressive Spielweise der Oberpfälzer gar nicht, so dass der Ball immer wieder schnell verloren wurde. Und trotzdem hatte die Spielvereinigung die Möglichkeit zum Ausgleich. In der 21. Minute gelangte nach einer Ecke Innenverteidiger Roland Moosmüller an den Ball, und aus dem Gewühl heraus traf er, zum Leidwesen der heimischen Zuschauer, nur den linken Pfosten. In der Folge hatte Osterhofen eine optische Überlegenheit doch Torgefahr entwickelte nur der Gast. Dabei trat der ASV zweimal aussichtsreich mit Kopfbällen in Erscheinung. In der 27. Minute verfehlte Christian Ranzinger das Tor und eine Minute vor der Pause glänzte TW Zellner nach einen Kopfball von Tomas Peterik. Die Einwechslung des lange rot-gesperrten Stefano Gigliola, zum Beginn der zweiten Hälfte, brachte Schwung in den Osterhofener Angriff. Sofort legte die Heimelf den Vorwärtsgang ein. Nur der finale Pass kam einfach nicht durch. Immer wieder konnte der ASV Cham brenzlige Situationen noch vor dem eigenen Strafraum klären. Zu allen Überfluss kassierte Andreas Stadler in der 59. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. Aber ähnlich wie beim Gastspiel in Schierling wurde Osterhofen mit einem Mann weniger stärker. „Was traurig ist, dass wir mit 10 Mann besser gespielt haben als komplett.“ beobachtete auch Trainer Martin Oslislo.  Die Gäste hatten mit der taktischen Umstellung ihre Probleme und in der 67. Minute hatte Stefan Lohberger den Ausgleich auf dem Schlappen. Nach einem schönen Zuspiel von Andreas Kölbl konnte sich der Angreifer auf der linken Angriffsseite durchsetzen, verfehlte jedoch mit seinem Schuss knapp das Gehäuse des ASV. Allmählich fand Cham zur Grundordnung zurück und übernahm zwanzig Minuten vor dem Ende die Spielkontrolle. Osterhofen war spielerisch nicht in der Lage die Hausherren unter Druck zu setzen. Cham war bis zum Schluss hellwach und gewann schlussendlich verdient! „Aufgrund der Chancen war es ein verdienter Sieg des Gegners. Wir haben in der ersten Halbzeit zu Beginn geschlafen und das Tor gekriegt. Danach wars schwer. Wir waren in den Zweikämpfen meist der zweiter Sieger. Am Ende war es einfach zu wenig!“ analysierte Osterhofens Trainer Marin Oslislo. „Es war ein hitzige, von beiden Seiten intensiv geführte Partie in der wir bis zum Ende zittern mussten. Osterhofen hat uns in Unterzahl Probleme bereitet.“ resümierte Trainer Mißlinger. Bereits am kommenden Mittwoch kann Osterhofen die Scharte wieder auswetzen. Denn dann steht die Nachholpartie beim Sturm Hauzenberg auf dem Programm. Anstoß im Staffelbergstadion ist um 18.00 Uhr.