Nur 1:1 in Geiselhöring! Meisterschaft verspielt, Relegation geschafft!

Zwischenablage02

Es hat nicht ganz gereicht. Trotz einer Vielzahl von guten Tormöglichkeiten kam die SpVgg Osterhofen-Altenmarkt in Geiselhöring nicht über ein 1:1 hinaus und muss nun über die Relegation gegen den SV Hebertsfelden den Weg in die Landesliga suchen.

Rrechtzeitig zum Saisonfinale lichtet sich die Verletztenliste wieder. Mehmet Filiz kehrt nach seiner in der Frühjahrvorbereitung erlittenen Nierenverletzung in den Kader zurück und nahm auf der Bank Platz. Bis auf den rotgesperrten Artem Schneider wählten die Trainer Andi Kölbl und Martin Oslislo die Aufstellung der Vorwoche.

Das Spiel nahm in der Anfangsphase den vom Osterhofener Team und den vielen mitgereisten Fans gewünschten Verlauf. Den in der 6. Minute fand der Ball den Weg ins Geiselhöringer Tor! Bei einer harmlosen Flanke waren sich Verteidiger Michal Cencic und Torwart Ludwig Räuschl nicht einig und die Kopfballrückgabe von Cencic wurde für den Geiselhöringer Keeper zum unhaltbaren Flugobjekt! In der Folge entwickelte sich eine flotte Bezirksligabegegnung auf technisch guten Niveau. Dabei spielten beide Reihen nach vorne. Die Osterhofener mussten in der 11. Minute den Atem anhalten als Marian Dumitru aus gut 16 Metern den Ball an die Latte drosch. Beide Mannschaften spielten stark gegen den Ball so dass in der ersten Hälfte die Angreifer beider Teams relativ blass aussahen. Beide Teams suchten den Erfolg durch Distanzschüsse. Dabei entschärfte TW Räuschl einen harten Schuß von Markus Tippelt sensationell. Die Geiselhöringer suchten immer wieder ihren Dreh- und Angelpunkt Dusan Ostojic der im Laufe der Partie von den Osterhofenern fast völlig ausgeschaltet wurde. Im zweiten Durchgang wollten die Herzogstädter sofort das zweite Tor. In der 48. Minute wurde Anton Scheungraber im Strafraum angespielt. Sein Drehschuß aus ca. 10 Metern ging weit über das Tor. Geiselhöring stand in der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn nur unter Druck. In 5 Minuten hatte Osterhofen dreimal die Chance auf das 0:2. Dabei hatte Geburtstagskind David Duraj die dickste Möglichkeit als er bei einem Kölbl-Zuspiel das Kunststück zusammenbrachte und den Ball 5 Meter vor der Torlinie völlig frei TW Räuschl in die Arme schob. Kurz darauf scheiterte Florian Fischer am herausragenden Geiselhöringer Schlussmann, der seine Farben mit Glanzparaden im Spiel hielt. Wie aus heiterem Himmel gelang Geiselhörings Abwehrrecken Andreas Goss in der 64. Minute der Ausgleich. Nach einem abgeblockten Freistoß versenkte Goss den Ball im zweiten Versuch unhaltbar für TW Philipp Zellner genau im langen Eck. Nach kurzer Schockstarre legten die Herzogstädter wieder den Vorwärtsgang ein. Geiselhöring zeigte sich als fairer Gegner und warf sich nun in jeden Ball der auf das eigene Tor flog. Osterhofen versuchte alles, lockerte die Abwehr, doch Geiselhöring spielte nicht umsonst bis zuletzt um die Meisterschaft mit und zeigte sich defensiv sehr stark. In der Nachspielzeit hatten die Osterhofener den Torjubel auf der Zunge als zunächst Anton Scheungraber und schließlich Stefano Gigliola die Möglichkeiten zum Sieg vergaben. Verständlicherweise ließen die wackeren Herzogstädter nach dem Schlußpfiff die Köpfe hängen. Es sollte einfach nicht sein. Am Dienstagabend findet das Hinspiel in der Landesligarelegation gegen den SV Hebertsfelden im Stadion Osterhofen statt. Anstoß ist um 18.30 Uhr. fn

Trainerstimmen:

Ludwig Räuschl (TV Geiselhöring): „Unser Ziel war vor dem Spiel uns anständig zu verabschieden. Wir haben gesagt, wir zeigen Charakter wir geben noch mal alles. Wir haben alles aus uns rausgeholt. Den Punkt haben wir uns verdient auch wenn Osterhofen die eine oder andere Hunderprozentige liegen gelassen hat.“

Andreas Kölbl (SpVgg Osterhofen): „Wir haben ein richtig gutes Spiel gezeigt und alles rausgeholt was ging. Es ist natürlich sehr bitter, dass wir in der zweiten Hälfte die teils hundertprozentigen Chancen nicht nutzen konnten. Egal wie die Relegation endet, was die Mannschaft diese Saison geleistet hat verdient höchsten Respekt.“