Unglückliche Niederlage im Spitzenspiel!

2296518Mit großem Kampf, ausgeprägtem Siegeswillen und auch einer Portion Glück hat der FC Sturm Hauzenberg das Gipfeltreffen der Fußball-Bezirksliga Ost gegen die Spvgg Osterhofen für sich entschieden. Eine gute Stunde lang sah es so aus, als würden die Gäste ihre 1:0-Führung ins Ziel retten können. Dann schaffte aber Alex Starkl in dem intensiven Match vor 550 Zuschauern mit seinen beiden späten Treffern in der 76. und 90. Minute noch die Wende.

Der 10. Sieg im 10. Spiel ließ die Hauzenberger nach dem Schlusspfiff von SR Otto Kroiss (Innernzell) besonders ausgelassen jubeln. Klar, sie hatten die bislang ebenfalls neun mal erfolgreichen Osterhofener in die Schranken verwiesen und sind nun vorerst uneingeschränkter Primus im niederbayerischen Ost-Oberhaus. „Ich denke,Geiger: „Siegeswillewurde belohnt“ wir waren spielerisch über 90 Minuten die bessere Mannschaft. Am Ende wollten wir den Sieg mehr. Dass es in der letzten Minute geklappt hat, war dann natürlich auch etwas glücklich“, strahlte Sturm-Spielertrainer Alex Geiger. Osterhofens spielender Coach Andreas Kölbl monierte, dass sein Team im zweiten Abschnitt zu wenig getan habe. „Wir waren zu Beginn aggressiv, haben aber vor der Pause das 2:0 verpasst. Im Endspurt machte sich auch etwas der Kräfteverschleiß bemerkbar, deshalb war der Hauzenberger Sieg unter dem Strich wohl verdient.“

Tatsächlich trat der spielstarke Gast aus der Herzogstadt im ersten Abschnitt selbstbewusst auf, attackierte früh und erstickte sämtliche Hauzenberger Angriffsversuche im Keim. Das schmeckte den Granitstädtern gar nicht. In der ersten halben Stunde rieben sich die beiden Topteams in zahllosen Zweikämpfen im Mittelfeld auf, vor den Toren tat sich zunächst sehr wenig. Den ersten Annäherungsversuch wagte der Ex-Bogener im Osterhofener Trikot, Markus Huber, als er nach Vorarbeit der beiden Trainer Andreas Kölbl und Martin Oslislo mit einem Linksschuss Keeper Michael Hellauer prüfte (29.). Wenig später traf Stephan Schätzl die Kugel nach Geigers Flanke nicht richtig (31.). Etwas überraschend, aber keinesfalls unverdient ging die Spvgg in Führung. Markus Tippelt trat einen Freistoß aus halbrechter Position stramm nach innen, Andreas Stadler stand goldrichtig, nahm das Leder volley und traf (32.).

Drei Minuten danach verhinderte Gäste-Keeper Philipp Zellner den Ausgleich, als er den Ball nach einem feinen Freistoß von Felix Schäffner über die Mauer aus dem Winkel fischte. Osterhofens Riesenchance zum 0:2 kurz vor der Pause: Nach einer präzisen Huber-Flanke rauschte erneut Andreas Stadler heran, bei seinem Flugkopfball klatschte die Kugel aber nur an den Außenpfosten.

Den Seitenwechsel nahm FC-Coach Geiger wörtlich. Er tauschte die Flügelposition mit Stephan Schätzl und wollte nun über links für Wirbel sorgen. Dies gelang aber nicht wie gewohnt. „Klar, dass uns mittlerweile die Gegner gut kennen. Sie wissen, dass Schätzl und ich schnell sind und stellen uns die Räume gut zu. Trotzdem haben wir nach der Pause mehr Druck aufbauen können“, sagte Geiger. Tatsächlich waren seine Jungs bald nah dran am 1:1. Es stand aber mal wieder Philipp Zellner im Weg. Der 26-jährige Torwart parierte mit einer Klasse-Reaktion gegen den aus sieben Metern abziehenden Daniel Ranzinger (49.).

Osterhofen stand nach wie vor kompakt und war bei Kontern oder Standards stets gefährlich. Fortan schaukelten sich auch die Emotionen hoch, es ging teilweise ruppig zur Sache. Glück hatte Hauzenbergs Felix Schäffner, dass er nach übler Grätsche von hinten gegen Markus Tippelt mit „Gelb“ davon kam (65.). Frischen Wind beim FC Sturm brachten in dieser Phase die Einwechslungen von Nsumbu Belmond und Philipp Roos. Der Druck wurde erhöht, beim Gast schwanden allmählich die Kräfte. Bei der letzten Osterhofener Chance klärte Roland Hackl per Kopf nach Huber-Freistoß vor Stadler (70.), danach ging es nur noch Richtung Gästetor.

Der Ausgleich lag in der Luft – und er fiel auf kuriose Weise: Alex Starkl traf nach Gastingers Hereingabe zunächst am linken Fünfereck den Ball nicht richtig. Christian Tippelt und TM Zellner waren sich dann nicht einig, Starkl setzte nach und spitzelte die Kugel aus unmöglichem Winkel über die Linie (76.). „Ich weiß auch nicht, wie das gegangen ist. Auf einmal lag der Ball wieder da und ich habe ihn irgendwie reingedrückt“, schmunzelte das 27-jährige Schlitzohr.

In der 84. Minute jubelte Hauzenberg dann zu früh: Severin Hirz hatte nach Starkls Flanke am langen Pfosten geköpft, Keeper Philipp Zellner kratzte die Kugel imTreffer von Hirznicht anerkannt Getümmel aber irgendwie ins Spielfeld zurück. „Der war klar drin“, waren sich später Abteilungsleiter Markus Reischl und Spielführer Jürgen Knödlseder einig. Referee Kroiss sah das anders und gab den Treffer nicht. Als sich die meisten der 550 Zuschauer schon mit einer Punkteteilung abgefunden hatten, schlugen die Einheimischen doch noch zu. Die Osterhofener wehrten in der 90. Minute eine Ecke von Johannes Gastinger zu kurz ab, der Ball fiel erneut Alex Starkl vor die Füße, und der schoss flach und unhaltbar zum gefeierten 2:1-Triumph ein.

„Man hat gesehen, dass wir körperlich gut drauf sind und bis zur letzten Minute Gas geben können. Super, dass wir dafür noch belohnt worden sind“, freute sich Alex Geiger, der nun dem nächsten Knaller am Samstag gegen Tittling ganz gelassen entgegen sehen kann. Im Osterhofener Lager ging man cool mit der Last-Minute-Niederlage um. „Es war ein tolles, rasantes Match mit vielen Zweikämpfen und dem glücklicheren Ende für Hauzenberg. Die Saison ist noch lang, diese Niederlage ist für uns kein Beinbruch“, war Andreas Kölbl gleich wieder gefasst.

Quelle: pnp

Matchstats:

FC Sturm Hauzenberg: Hellauer – Hackl, Knödlseder, Hutta, J. Gastinger – Schätzl (72. Roos), Schäffner, Hirz, Geiger – Ranzinger (60. Nsumbu Belmond), Starkl.

Spvgg Osterhofen: Zellner – Mandl, C. Tippelt, Holler, Filiz – Huber (81. Duraj), Oslislo, Kölbl, Stadler, M. Tippelt – Gigliola (60. Lohberger).

SR Otto Kroiss (Innernzell)

550 Zuschauer